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Neu bei ZDFzeit immer dienstags im Hauptabend. Am 21. September 2021: Macht. Wechsel. Der Kampf ums Kanzleramt! Das sind die Themen der nächsten Ausgaben!

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ZDFzeit dienstags im Hauptabend. Einfach starke Dokus. Nah am Leben. Mal hintergründig, mal zum Wohlfühlen, nie langweilig: Die High-End-Reihe für alle Themen unserer Zeit.

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ZDFzeit am 21. September 2021: Macht. Wechsel. Der Kampf ums Kanzleramt

Wahl 2021 im ZDF
Film von Winnie Heescher und Lars Seefeldt

Die Ära Angela Merkel endet. Wer wird ihr folgen? Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz trauen sich das Kanzleramt zu. Wie aber wollen sie den Machtkampf für sich entscheiden?

Welche Eigenschaften bringen sie mit? Wie gehen sie um mit eigenen Fehlern und Schwächen, wie mit Widersachern aus den eigenen Reihen? Für die Dokumentation haben Winnie Heescher und Lars Seefeldt die drei Kandidierenden monatelang mit der Kamera begleitet.

Die Beobachtung beginnt bei ihrem parteiinternen Kampf um ihre Nominierung und führt über die heiße Phase des Wahlkampfes bis kurz vor die Bundestagswahl. Die Dokumentation gibt einen Einblick in das Wesen von Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz, analysiert deren Antworten auf die größten Herausforderungen der Zeit – Coronakrise und Klimawandel – und spiegelt den nervösen Politikbetrieb des Wahlkampfes 2021. Ein Wahlkampf, der eine Zeitenwende markiert: Kein anderer in der Geschichte der Bundesrepublik war so offen, keiner zuvor fand statt unter den alles bestimmenden Bedingungen einer Pandemie.

ZDFzeit am 28. September 2021: Mensch Merkel!

Wahl 2021 im ZDF
Kanzlerin von A bis Z

Film von Bernd Reufels, Deutschland 2021

Nach 16 Jahren verlässt Angela Merkel die politische Bühne. Schlaglichtartig beleuchtet die Dokumentation die "Ära Merkel". Kritisch und augenzwinkernd. Von A wie Angie bis Z wie Zukunft.

Sie war die erste Frau in diesem Amt. Aufgewachsen in der DDR. Und auf den ersten Blick so gar nicht machtbewusst. Knapp, prägnant und zugespitzt nähert sich die Doku dem Mensch Angela Merkel und ihrer Politik. Wie wird man sich an sie erinnern?

Zwei Tage nach der Bundestagswahl 2021 widmet sich "ZDFzeit" noch einmal intensiv der deutschen Kanzlerin. Mit einer schnellen, teils heiteren, teils ernsten Doku.

Von A bis Z werden die zentralen Themen und Ereignisse ihrer Kanzlerschaft anhand von Schlagworten aufgeblättert, über die die Republik gestritten, sich gewundert oder auch gelacht hat. Da geben politische Kommentatoren Einschätzungen zur Corona-Politik, bewerten die Flüchtlingskrise und analysieren die Energiewende. Ebenso geht es aber auch um Bayreuth- und Friseur-Besuche, Humor und Verhandlungsgeschick – und um die vielen kleinen Momente in den vergangenen 16 Jahren, in denen der "Mensch Merkel" hinter der Fassade der Kanzlerin kurzzeitig aufblitzt.

Angela Merkel ist eine Frau mit vielen Facetten. Daher ist dies die Chance, sich der Person und ihrer Politik einmal ganz anders zu nähern. Nicht über die Biografie und auch nicht über die Chronologie ihrer Amtszeit. Sondern schnell, präzise und abwechslungsreich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein ungewöhnlicher Blick auf 16 Jahre Kanzlerschaft, der den Wandel einer Politikerin ebenso fassbar macht wie den Wandel der Republik.

ZDFzeit am 5. Oktober 2021: 65 Jahre "Bravo" - Liebe, Stars und Dr. Sommer

20:15 65 Jahre "Bravo" - Liebe, Stars und Dr. Sommer
Film von Katarina Schickling

Deutschland 2021
Für Millionen Jugendliche war die "Bravo" jahrzehntelang feste Instanz in Sachen erwachsen werden. Mit Themen, die Teenies in West und Ost interessieren: Stars, Aufklärung und erste Liebe.

Als die "Bravo" 1956 erscheint, ahnt niemand, wie sehr sie gesellschaftliche Veränderungen befeuern wird. "ZDFzeit" zeichnet die Geschichte des Jugendblattes nach, das viele Jahre Auflagen-Champion war und sich jetzt gegen die Social-Media-Konkurrenz behaupten muss.

"Bravo" verkaufte jahrzehntelang mehr Hefte als jedes andere Magazin und erreichte in ihrer Zielgruppe der 10- bis 15-Jährigen quasi 100 Prozent. Für viele Eltern gefürchteter Schund, in der DDR gar verboten, für Teenies in Ost und West ein unersetzlicher Wegbereiter. Welche Bedeutung hatte die "Bravo" wirklich, mit welchen Tricks hat sie die Leserschaft an sich gebunden, und war sie tatsächlich so revolutionär?

Ehemalige "Bravo"-Fans und Promis wie Uschi Glas, Wolfgang Niedecken (BAP), Enie van de Meiklokjes oder Jessica und Nadja von den No Angels erinnern sich an ihre Zeit als "Bravo"-Leser und "Bravo"-Stars. Einige von ihnen erlebten, wie sich das Jugendmagazin von einer Film- und Fernsehprogrammzeitschrift im konservativen Nachkriegsdeutschland zu einem Magazin über die Stars des Rock 'n' Roll und der Beatmusik entwickelte und die Köpfe und Herzen der jungen Leserschaft eroberte.

Ein Blick in die Geschichte der "Bravo" zeigt, wie das Jugendmagazin umstrittene Bands wie die Rolling Stones schon mal zu netten Schwiegersöhnen ummünzte, um sie schließlich auf Exklusiv-Tournee nach Deutschland zu holen; welchen Einfluss das Jugendmagazin auf die Musikbranche hatte und wie geschmuggelte "Bravo"-Poster in der DDR zur harten Währung auf dem Schulhof wurden. Durch gezielte Marketingstrategien wie Starschnitte, Foto-Love-Storys und vor allem "Dr. Sommer" und Co. entwickelte sich die Zeitschrift für die Teenies nicht nur zum Promi-Exklusiv-Kontakt, sondern auch zum zentralen Aufklärungsratgeber.

Auch wenn die "Bravo" stets unpolitisch war und selbst bei der Elterngeneration nicht anecken wollte, blieb sie bis zur Jahrtausendwende das "Zentralorgan" der deutschen Jugend. Nach der Wiedervereinigung war das Blatt entscheidend an der Schaffung eines der ersten gesamtdeutschen Pop-Phänomene beteiligt: Die Band Tokio Hotel verdankte ihren Erfolg zu einem großen Teil der Förderung durch die Zeitschrift. Und die erfolgreichste deutsche Girlband, die No Angels, wurde von der "Bravo" ganz essenziell in ihrer Karriere unterstützt. Doch im Zeitalter von Instagram, Spotify, YouTube und Co. verliert die Jugendzeitschrift zunehmend an Bedeutung.

ZDFzeit am 12. Oktober 2021: Wir Wunderkinder (1)

Zeit des Aufbaus
Film von Peter Hartl

Deutschland 2021
Wie sie wurden, was sie sind. Die Dokumentation zeigt Prominente, wie sie niemand kennt: aufgewachsen in Ruinen, oft vaterlos. Zwischen Hoffnung und Not, Aufruhr und unverhofftem Erfolg.

"Wir Wunderkinder" begleitet bekannte Persönlichkeiten durch ihre Jugend in den Fünfzigern, die sie fürs Leben prägte. So die angehende Ärztin Marianne Koch, den theateraffinen Schüler Michael Mendl oder Roberto Blanco, der als Sänger dort seine neue Heimat fand.

Neben dem frühen Erfolg auf Bühne und Leinwand hatten Marianne Koch und Michael Mendl damals eines gemeinsam: Sie erfuhren beide erst spät, wer ihre leiblichen Väter waren und - welch schier unglaubliche Geschichten damit zum Vorschein kamen.

Auch der in Cottbus aufgewachsene Schauspieler Uwe Kockisch vermisste seinen Vater schmerzlich, der als Luftwaffenpilot über der Normandie abgeschossen worden war. Noch nach dessen Tod wurde der Uhrmacherberuf des Vaters dem Sohn zum Verhängnis. Wegen dieser Herkunft verwehrte der "Arbeiter-und-Bauern-Staat" ihm den Zugang zum Abitur.

Bettina Wegner wurde als Jugendliche von der Schule verbannt. In einem quasireligiösen Kindheitsglauben an den gottgleichen Sowjetführer Stalin erzogen, ging die Liedermacherin zunehmend auf Distanz zur real existierenden Verlogenheit im DDR-Alltag und in Konflikt mit dem "volkseigenen" Repressionsapparat.

Für den ebenfalls sangesfreudigen Sohn kubanischer Eltern, Roberto Blanco, wiederum war Nachkriegsdeutschland völliges Neuland. Zum ersten Mal erlebte der in Beirut groß gewordene Unterhaltungskünstler hierzulande Trümmerlandschaften - und Lebenshunger zugleich.

Allen Porträtierten brachten die 50er-Jahre den Durchbruch in eine hoffnungsvollere Zukunft, von der sie in kargen Jugendjahren nie zu träumen gewagt hätten. Sie stehen für eine Generation, die in einem damals in West und Ost auseinanderdriftenden Land groß wurden und es frühzeitig mitgestaltet haben. Unmittelbar nach dem Krieg aufgewachsen, mussten sie von klein auf lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie haben eine Zeit erlebt, in der noch vieles im Argen lag, aber wieder alles möglich war. Die Zeit der 50er-Jahre war trotz aller Nachwirkungen von Diktatur und Krieg für die meisten verbunden mit Aufbau, Aufbruch, Zuversicht, getragen von Improvisationsgeist und der Überwindung überholter Moralvorstellungen.

Illustriert werden diese Lebensberichte durch neu entdeckte Filmaufnahmen aus jenen Jahren und animierten Zeichnungen im Stil der Graphic Novel.

ZDFzeit am 19. Oktober 2021: Wir Wunderkinder (2)

Zeit des Wandels
Film von Annette Köhler, Deutschland 2021

Es ist ein bewegtes Jahrzehnt, das die Jugend in Deutschland wie kaum ein anderes prägte: die Sechzigerjahre. Prominente erzählen, wie diese Zeit ihr Leben entscheidend beeinflusste.

Ob Katja Ebstein, Elke Sommer, Maren Kroymann, Thekla Carola Wied, Winfried Glatzeder, Uwe Kockisch oder Wolfgang Niedecken - viele von ihnen wachsen nach dem Krieg zunächst in ärmlichen Verhältnissen auf und werden Zeugen historischer Umbrüche.

Die Väter der ehemaligen DDR-Schauspieler Uwe Kockisch und Winfried Glatzeder sind im Krieg gefallen. Als Kinder lernen sie früh, sich durchs Leben zu schlagen – jeder auf seine Weise. Mit dem Bau der Mauer 1961 beginnt für sie über Nacht ein anderes Leben, denn nun können sie nicht mehr von Ost nach West reisen. Uwe Kockisch führt es nach einem gescheiterten Fluchtversuch direkt in das berüchtigte Cottbuser Zuchthaus. Winfried Glatzeder, der jüdische Vorfahren hat, lebt zwar angepasst im sozialistischen System, hadert aber mit den wirtschaftlichen und später auch politischen Verhältnissen des Landes – vor allem seitdem ihn die Staatssicherheit im Visier hat. Die Sängerin und dreimalige Grand-Prix-Teilnehmerin Katja Ebstein lebt damals in Westberlin. Von ihrem kriegsversehrten Vater hat sie eine kritische politische Einstellung übernommen. Schon als Schülerin demonstriert sie gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Als die Mauer gebaut wird, zeigt die Sechzehnjährige Kante mit Sitzblockaden und Steinewerfen.

Der Kalte Krieg zwischen den Großmächten USA und Sowjetunion hält die Jugend das ganze Jahrzehnt in Atem. Immer wieder kommt es zu Konflikten, wie 1962 während der Kuba-Krise. BAP-Sänger Wolfgang Niedecken erinnert sich gut an seine Furcht vor einem Atomkrieg. Kein Wunder, schließlich ist der Zweite Weltkrieg zu diesem Zeitpunkt erst 17 Jahre vorbei. Noch sind die meisten Jugendlichen unpolitisch, noch wird über die Verbrechen der Nazis kaum gesprochen – zu Hause nicht und in der Schule auch nicht. Das ändert sich mit den Auschwitz-Prozessen in Frankfurt, in denen der verdrängte Massenmord an den Juden ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen wird. Nun rücken Diskussionen an die Stelle jahrzehntelangen Schweigens, was nicht selten zu Zerwürfnissen zwischen den Generationen führt.

ZDFzeit am 26. Oktober 2021: Royale Ehefrauen

20:15 Royale Ehefrauen. Von der Bürde, eine Windsor zu sein
Film von Katherine Kelly Großbritannien 2021

Die Hochzeiten im Hause Windsor verändern das britische Königshaus. Zunächst stammen die Ehefrauen aus dem Adel, dann aus dem Bürgertum. Sie stehen unter enormem Druck der Öffentlichkeit.

Die Ehefrauen der Windsors führen ein privilegiertes Leben. Nach der Märchen-Hochzeit folgen traditionelle Pflichten für die jungen Frauen: Kinder und Charity. Hat sich die traditionelle Rolle der Windsor-Frauen geändert, oder haben die Frauen die Monarchie verändert?

Nach der Hochzeit übernehmen die königlichen Ehefrauen in der Regel karitative Aufgaben und repräsentieren auf diese Weise das Königshaus. Bei diesem Engagement ist ihnen das öffentliche Interesse sicher. Obwohl das Königshaus im Wandel ist, zeigt sich eines immer noch deutlich: Eine Frau aus dem Hause Windsor äußert sich nicht politisch. Sie übernimmt öffentliche Aufgaben und sorgt in erster Linie für den Fortbestand der Monarchie.

Über ZDFzeit

Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" sind dienstags um 20.15 Uhr große Primetime-Dokumentationen zu sehen. Neben investigativen, politischen und zeitgeschichtlichen Filmen werden dort auch verbrauchernahe Themen präsentiert. "ZDFzeit" bietet seit Januar 2012 jährlich rund 35 Produktionen auf dem Sendeplatz am Dienstagabend.

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Logo ZDFzeit. Bild: Sender
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