Vorgestellt Klangpracht von Biber und Madrigale von Wert
Do, 24.09. | 11:30-12:00 | Ö1
Texte von Petrarca, Tasso, Guarini und Ferrante Gonzage bilden die Grundlage der auf dem Album „Nono Libro de Madrigali“ versammelten Madrigale von Giaches de Wert. Das italienische Vokalensemble La Compagnia del Madrigale gestaltet die fünf- und sechsstimmigen Werke, die 1588 erschienen sind, mit feiner Transparenz, stilistischer Präzision und großer emotionaler Intensität. Ort der Aufnahme war die Kapelle der Heiligen Rochus und Sebastian im Piemont. Eine kleine Kapelle, die die Intimität dieser Aufnahme ermöglichte. Zwischen Freud und Leid, Liebesklage, Naturbild und spiritueller Kontemplation entfaltet sich so ein Programm, das de Werts außergewöhnliche Kunst der Wortausdeutung eindrucksvoll hörbar macht. Monumentale Klangpracht gibt es aus dem barocken Salzburg: Heinrich Ignaz Franz Bibers mehrchörige „Vesperae a 32“ lässt die außergewöhnlichen räumlichen und musikalischen Möglichkeiten des Salzburger Doms lebendig werden. Gunar Letzbor und sein Ensemble Ars Antiqua Austria verbinden Gesangschöre, Trompeten und Pauken, Kornette sowie Streicher zu einem transparenten, festlichen Gesamtklang.Ergänzt wird Bibers Vesper durch Benedikt Anton Aufschnaiters Missa „Lætamur in ea“ – eine Weltersteinspielung aus dem Umfeld des Passauer Doms – und verfeinert wird das ganze durch die St. Florianer Sängerknaben. Eine opulente wie differenzierte Aufnahme.
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