Gefühlswelten Kein Leben ohne Schuld
Di, 08.04. | 11:45-12:05 | ARD-alpha
Wer schuldig ist, wird bestraft, sagt die Justiz. Wer sündigt, muss Buße tun, sagt die Religion. Und das schlechte Gewissen sagt: Ich muss es wiedergutmachen. In der Folge "Kein Leben ohne Schuld" beschäftigt sich die Doku-Reihe "Gefühlswelten" mit den verschiedenen Definitionen von Schuld.
In unserem Rechtssystem ist Schuld klar festgelegt und wird durch Strafe ausgeglichen. Davon unabhängig ist aber das persönlich empfundene Gefühl der Schuld. Man muss kein vorsätzliches Verbrechen begehen, um sich schuldig zu fühlen. In vielen Alltagssituationen erleben wir ein Schuldgefühl, das hartnäckig und quälend sein kann. Auch Unfallverursacher leiden oft stark unter ihren Schuldgefühlen. Kein Mensch kommt also ohne Schuld durchs Leben.
Doch wie kommt der Mensch mit der vielen Schuld durchs Leben? "Es ist eine unbedingte Erfordernis, dass man auch irgendwann mal hergehen kann und das, was man verschuldet hat, in der Vergangenheit einordnet, weil man sonst nicht in der Zukunft leben kann." erklärt uns die forensische Psychiaterin Prim. Dr. Adelheid Kastner. Die Schuld - ein sehr negativ empfundenes Gefühl - ist dennoch für die Gesellschaft positiv, denn die erlernte Emotion wirkt regulierend auf das menschliche Zusammenleben.
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