rec. Die «Junge Tat» – Zwischen Rassismus und Meinungsfreiheit

Do, 10.04.  |  3:15-3:45  |  SF1
Info / Dok, Schweiz 2025
Seit vier Jahren sorgt die «Junge Tat» mit Aktionen und ihren Parolen für Aufsehen. Fachstellen stufen die Gruppierung als rechtsextrem ein, sie selbst sieht sich als Gruppe rechter Aktivisten. Wie extrem sind sie und welche Ziele verfolgt die «Junge Tat»? Reporter Samuel Konrad hat sie getroffen.

Für Tobias Lingg, 23, Co-Leiter der «Jungen Tat», gibt es nur einen Weg: rechts. Weil es seiner Generation schlechter gehe als jener seiner Eltern. Deshalb müsse es eine politische Wende von rechts geben. Die Heimat sei dabei jedes Opfer wert, auch juristische Strafverfolgung oder linksextreme Gewalt.

Die Gruppe sieht die Schweiz und Europa durch Migration bedroht. Ihr Ziel: «Remigration» und der «Erhalt der Schweizer Identität», erklärt Gründer Manuel Corchia, 23. Fremde Menschen könnten zwar in der Schweiz leben aber nie wirklich dazugehören. Die Vermischung von Religionen und Ethnien müsse gestoppt werden. Auch Ex-Klima-Aktivistin Selina Dienemann, 22, unterstützt diese Ansichten und hat eine dezidierte Meinung zu queeren Menschen und Transpersonen: «Man sollte sich nicht jeden Morgen überlegen können, ob man jetzt ein Einhorn oder ein Schäflein ist, sondern dass es einfach Mann und Frau gibt.»

Die «Junge Tat» folgt damit der rechtsextremen «Identitären Bewegung» um den Österreicher Martin Sellner und Götz Kubitschek, der in Deutschland als rechtsextrem eingestuft wird. Sie zeigt sich bestens vernetzt und versucht ihre Ideologie in die Schweizer Politik und Gesellschaft zu tragen.

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