Vorgestellt Szymon Nehring mit Szymanowski und Chopin
Mi, 05.08. | 11:30-12:00 | Ö1
Ein sehr klares und strukturiertes Klavierspiel kann auch schnell eintönig oder uninspiriert wirken. Ganz und gar nicht allerdings beim Pianisten Szymon Nehring. Der 1995 in Krakau geborene Pianist hat vieles vor – das zeigt er nicht nur durch seine Interpretationen. In einem Interview aus dem Jahr 2018 verkündete er bereits: „Ich finde, dass Karol Szymanowski ein wunderbarer Komponist ist, der weltweit jedoch relativ wenig Beachtung findet. Ich werde versuchen, seine Musik bekannter zu machen.“ Dieses Vorhaben konnte er nun in die Tat umsetzen.Mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks und Marin Alsop, Ehrendirigentin des RSO Wien, spielt Nehring Szymanowskis Sinfonie Nr. 4, op. 60 – ein Werk für Klavier solo und Orchester – sowie eine Auswahl der Mazurkas op. 50. Er harmoniert und kommuniziert mit dem Orchester, aber auch wenn er allein spielt, entfaltet er eine ausdrucksstarke Klangtiefe.Das ist auch bei seinem zweiten, in diesem Jahr erschienenen Album, der Fall. Im Zuge der vom Frédéric-Chopin-Institut kuratierten Reihe „White Series“ präsentiert sich Szymon Nehring mit einem Chopin-Zyklus. Vol. 1 ist bereits 2024 erschienen, im Juli dieses Jahres folgte Vol. 2. Die Werkauswahl der Alben ist wie ein Recital-Programm gestaltet, und auch hier erweist sich Szymon Nehring als kluger Interpret. Auf der CD erklingen nicht nur das beliebte Scherzo op. 54 oder einige Etüden, sondern auch selten gespielte Stücke von Chopin. Die Stückzusammenstellung lädt dazu ein, Chopin neu zu entdecken.
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