NRW und der Traum von Olympia Eine WDR Story von Marion Försching, Daniela Becker und Fritz Sprengart

Sa, 26.09.  |  13:00-13:45  |  WDR
Untertitel/VT Stereo 
Die Olympischen Spiele in NRW sollen die "kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele" werden, verkündet Ministerpräsident Hendrik Wüst, "mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen". Doch auch München und Berlin haben sich um, die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. Am 26.09. gibt der Deutsche Olympische Sportbund seine Entscheidung bekannt, mit welchem deutschen Kandidaten man international ins Rennen gehen will.

Die Olympischen Spiele in NRW sollen die "kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele" werden, verkündet Ministerpräsident Hendrik Wüst, "mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen". Doch auch München und Berlin haben sich um, die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. Am 26.09. gibt der Deutsche Olympische Sportbund seine Entscheidung bekannt, mit welchem deutschen Kandidaten man international ins Rennen gehen will.

Im Vorfeld der Bekanntgabe erinnert die Dokumentation an die Anstrengungen und Diskussionen im Vorfeld der Abstimmungen für oder gegen die Bewerbung NRW's im April. Letztendlich stimmten die Menschen in den potentiellen 17 Austragungsorten der Spiele per Ratsbürgerentscheid für die Bewerbung - doch nicht alle konnten sich für den Traum von Olympia erwärmen.

Allein das Bewerbungsverfahren sollte rund elf Millionen Euro kosten - Geld, das weg ist, wenn sich NRW nicht gegen die anderen deutschen Bewerber München und Berlin durchsetzen kann. Und sollte der Traum Wirklichkeit werden, kämen Ausgaben in Milliardenhöhe auf das Land zu.

Für die WDR Story hat sich ein Team von Journalistinnen und Journalisten aufgemacht in die potentiellen Wettkampfstädte. Wie realistisch sind die Pläne, die dortigen Sportstätten fit für Olympia zu machen, wer würde profitieren von den Spielen an Rhein und Ruhr und was sagen die Menschen vor Ort? Befürworter und Kritiker der Pläne kommen zu Wort - unter anderem Dressurreiterin Isabell Werth und der paralympischen Athlet Markus Rehm, die als Botschafter die Kampagne unterstützen; aber auch Ministerpräsident Hendrik Wüst, der in den Spielen eine große Chance für die Wirtschaft und Sportlandschaft in NRW sieht.

Scharfe Kritik kommt dagegen zum Beispiel vom Bund für Umwelt und Naturschutz. Hier bestehen starke Zweifel an der Nachhaltigkeit. Das Olympische Dorf und ein "Wettkampfstadion auf Zeit" sollen im Kölner Norden auf der bisher unbebauten Fläche des neuen Stadtteils Kreuzfeld entstehen - einem Areal, das bisher u.a. landwirtschaftlich genutzt werde und eine wichtige Kaltluftschneise für die Stadt sei. "Die dürfen wir nicht versiegeln für Olympia oder ein olympisches Dorf", sagt BUND-Vorstand Helmut Röscheisen.

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