Mit offenen Augen Relooted: Gamer plündern koloniale Raubkunst

Do, 22.10.  |  3:30-3:45  |  ARTE
Zweikanalton  Information, 2025
In dem afrofuturistischen Heist-Videospiel Relooted müssen Gamerinnen und Gamer versuchen, Kunstgegenstände aus westlichen Museen zurückzuholen. Diese "Befreiung" afrikanischer Artefakte bietet einen Perspektivwechsel und macht das Ausmaß kolonialer Plünderungen deutlich. 

Alarmanlagen, die es auszutricksen gilt, Wettlauf gegen die Zeit, um Kunstgegenstände zu "befreien" ... Der am 15. Januar 2026 veröffentlichte Werbeclip für das Heist-Spiel Relooted enthüllt eine Welt mit vertauschten Rollen. Entwickelt vom südafrikanischen Studio Nyamakop in Johannesburg, setzt das Spiel afrikanische Kunsträuber in Szene, die westliche Museen ins Visier nehmen. Angesichts der halben Million afrikanischer Artefakte, die aktuell noch in europäischen Museen lagern, stellt das Spiel das "Zurückstehlen" als moralisch-ethische Verpflichtung dar. Die Narrative Designerin Mohale Mashigo erklärt den engagierten Anspruch des Spiels, während die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy die verschiedenen Inszenierungen rund um die Kunstgüter analysiert.

Moderation: Sonia Devillers

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