Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser Erster Weltkrieg und der Aufstieg totalitärer Diktaturen

Di, 25.08.  |  16:05-17:00  |  Ö1
Christoph Waltz liest Ernst H. Gombrich

Die „Urkatastrophe“ des Ersten Weltkriegs, das Grauen in den Schützengräben und der Aufstieg totalitärer Diktaturen bilden den Schlusspunkt der sechsten Folge, gelesen von Christoph Waltz. Gombrich schildert dabei Ereignisse, deren Folgen er als junger jüdischer Intellektueller im Wien der Zwischenkriegszeit selbst erlebte.Im Begleitgespräch widerspricht der Zeithistoriker Wolfgang Maderthaner der These, die europäischen Staaten seien wie Schlafwandler in den Krieg geraten. Vielmehr hätten die politischen und militärischen Eliten die Konfrontation bewusst in Kauf genommen. Die folgenden Jahrzehnte brachten einen beispiellosen Zivilisationsbruch und unermessliches Leid. Dennoch endet Gombrichs Werk nicht in Verzweiflung. Geschichte erscheint ihm als offener und unvorhersehbarer Prozess, in dem trotz aller Katastrophen die humanistische Hoffnung auf eine bessere Zukunft bestehen bleibt.

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