Abenteuer Wildnis Tierische Heimkehrer - Zurück in der Natur

Mi, 14.10.  |  4:30-5:15  |  BR
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo  Ratgeber, 2021
Sie waren schon weg, jetzt kehren sie zurück: Luchse, Europäische Nerze, Sumpfschildkröten und Ziesel. Durch den Einsatz engagierter Tierschützer werden sie wieder in Deutschland heimisch. Die Dokumentation begleitet vier Wiederansiedlungsprojekte am Steinhuder Meer, in den Rheinauen, im Osterzgebirge und im Pfälzer Wald. Für die Tiere, die ihren alten Lebensraum zurückerobern, ist es ein langer und gefährlicher Weg. Einmal in der Natur, sind die tierischen Heimkehrer kaum noch zu sehen. Das Drehteam spürt ihnen mit modernsten Kamerafallen nach und zeigt dramatische Rückschläge und ermutigende Erfolge.

Eine der vielen Herausforderungen für die Tierfilmer: Einmal in die Natur entlassen, bekommt man die tierischen Heimkehrer kaum noch zu Gesicht. Das Filmteam spürt ihnen nach. Dabei kommen modernste Kamerafallen zum Einsatz und enthüllen Erstaunliches.
Die Reise des Luchses Lucky beginnt im slowakischen Teil der Karpaten. Hier, im Herzen Europas, gibt es bis heute Luchse in freier Wildbahn. Dass seine neue Heimat gut 1.000 Kilometer weiter westlich liegt, ahnt der Kater da noch nicht. Ausgestattet mit einem GPS-Sender ist Lucky der erste Luchs, der nach 200 Jahren den Pfälzer Wald betritt. Mit ihm werden zwei Weibchen ausgewildert. Werden sie sich einleben und Nachwuchs bekommen?
In den Rheinauen kehrt ebenfalls ein Wesen zurück, das vor gut 200 Jahren bis auf Restbestände in Brandenburg aus Deutschland verschwand: die Europäische Sumpfschildkröte. Geschlüpft und aufgewachsen ist sie in einer Zuchtstation. Als eine von über 500 Exemplaren soll "Nummer 8" die Auenlandschaft entlang des Rheins für ihre Art zurückerobern.
Die Dritte im Bunde ist Lotta, ein Europäischer Nerz. Fast 100 Jahre lang gab es auch diese Tiere in Deutschland nicht mehr, zumindest nicht in freier Wildbahn. Ihnen wurde ihr Fell zum Verhängnis. Zusätzlich machte sich der aus Pelzfarmen befreite Mink (Amerikanischer Nerz) in ihrem Lebensraum breit. Die Europäischen Nerze zählen heute zu den am stärksten gefährdeten Säugetieren der Welt. Zuchtprogramme versuchen nun, die Art in letzter Minute vorm Aussterben zu retten. Lotta wird ihre neue Heimat am Steinhuder Meer in Niedersachsen finden. Doch sie hat noch nie in der Natur gelebt.
An den Hängen des Osterzgebirges schließlich lebt das seltenste Tier Deutschlands: ein Ziesel. Die Erdhörnchen wurden als Kulturschädlinge erbarmungslos gejagt. Sie bildeten einst große Kolonien und fraßen ganze Äcker kahl. Nun versucht man mühevoll, die kleinen Nager wieder anzusiedeln.

Regie: Alexander Sommer

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