Intermezzo – Künstlerinnen und Künstler im Gespräch Josef Dabernig: Film, Raum & Struktur
So, 04.10. | 11:57-12:18 | Ö1
Rund 20 Experimentalfilme umfasst Dabernigs filmisches Oeuvre. Analog und oft schwarz-weiß gedreht, kommen seine filmischen Miniaturen ohne gesprochene Dialoge aus. Im Zentrum stehen oft Orte der Leere und der Entfremdung wie ein Speisewagen, ein verlassenes Wohnheim oder Sportstätten. Der studierte Bildhauer Josef Dabernig versteht Film dabei als „extended sculpture“. Der Raum, Architektur, mathematische Größen und Verhältnisse bilden dabei formgebende Strukturen. Viele der Drehorte seiner Filme finden sich – außerhalb von Österreich – zwischen Süditalien, Polen und dem Südkaukasus. Seit 2003 arbeitet Josef Dabernig mit dem Schweizer Schriftsteller Bruno Pellandini zusammen, der mit Texten eine eigene, zusätzliche Erzählung in Dabernigs Filme bringt, die als Parallelerzählung zum Bild arbeiten und somit durch das dialektische Aufeinandertreffen eine dritte Narrationsebene erzeugen. 2011 war Josef Dabernig mit seinem Film „Hyper-Crisis“ auch beim Filmfestival in Venedig geladen.
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