Demokratieforum Hambacher Schloss Die verunsicherte Gesellschaft: Gewalt, Angst und der Ruf nach Ordnung

So, 28.06.  |  9:45-11:00  |  SWR
Untertitel/VT Stereo 
Die Stimmung in Deutschland ist angespannt, besonders aufgrund unkontrollierter Migration und steigender Kriminalität - auch wenn die Zahlen dafür keinen Anlass geben. Immer öfter werden Repräsentanten des Staates zum Ziel von Hass und Gewalt. Was bedeutet es für die Demokratie, wenn der Glaube an den Rechtsstaat schwindet, während gleichzeitig mehr Ordnung und Sicherheit gefordert wird?

Die Stimmung in Deutschland ist angespannt wie selten zuvor. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, der Staat verliere die Kontrolle - über innere Sicherheit und gesellschaftliche Entwicklung hin zu einer guten Zukunft. Besonders die Sorge vor unkontrollierter Migration und steigender Kriminalität prägt die Debatte, obwohl weder Zuwanderungszahlen noch Fallzahlen in der Kriminalitätsstatistik gestiegen sind - im Gegenteil: Beide sinken. Doch Fakten führen nicht zum Umdenken.

Zwischen Realität und Empfinden gibt eine Diskrepanz. Politisch motivierte Gewalt wird sichtbarer. Das Vertrauen in Politik, Medien und demokratische Institutionen sinkt, soziale Plattformen verstärken den Trend. So werden Repräsentanten des Staates zunehmend zum Ziel von Hass und Gewalt - von Politikern über Polizeibeamte bis hin zu Beschäftigten der Bahn. Wie entsteht diese Dynamik? Was heißt es für die Demokratie, wenn der Glaube an den Rechtsstaat schwindet, während mehr Ordnung und Sicherheit gefordert wird?

Sonstige Mitwirkung:
Michel Friedman
Georg Maier
Julia Ruhs
Andreas Zick

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