Apropos Klassik 80 Jahre Bregenzer Festspiele
Sa, 18.07. | 15:05-16:57 | Ö1
Große Oper, Große Inszenierung, viel Technik und Aufwand – das alles erleben die Besucherinnen und Besucher jedes Jahr bei den Bregenzer Festspielen. Das war aber natürlich nicht immer so: Bei der ersten Ausgabe im Jahr 1946 präsentierte man Wolfgang Amadeus Mozarts „Bastien und Bastienne“ in der Bregenzer Bucht noch auf zwei Kieskähnen und mit vergleichsweise wenig Technikaufwand. Dass 1946, also unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg, überhaupt eine solch große Kulturproduktion in Vorarlberg stattfand, das ist aus heutiger Sicht mehr als bemerkenswert. Der Großteil des Publikums kam aus Vorarlberg und natürlich aus der Schweiz – mittels Passierschein wurde ein Besuch der Bregenzer Festspiele erlaubt. Sehr bald wurde das Festival international bekannt und bis heute ist es ein Wirtschafts- und Tourismusmotor für die gesamte Bodenseeregion. 80 Jahre Bregenzer Festspiele bedeutet auch acht Jahrzehnte Wiener Symphoniker beim Festival am Bodensee. Von Beginn an war das Wiener Traditionsorchester als Festspielorchester in Bregenz engagiert. In den ersten Jahren hatten die Orchestermitglieder im Graben am Bodensee mit der Hitze, aufkommendem Wind und vor allem den Mücken zu kämpfen. Seit einigen Jahren musizieren die Wiener Symphoniker im Festspielhaus und ihr Klang wird auf die Seebühne übertragen. Mit dem großen Spektakel der Seebühnenproduktion, einer Opernrarität im Haus, zeitgenössischer Oper, Orchesterkonzerten, Chormusik und Schauspiel bieten die Bregenzer Festspiele 80 Jahre nach ihrer Gründung ein breites musikalisches Portfolio.
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