Moment Interviews als Zeitkapsel

Mo, 21.09.  |  15:30-15:55  |  Ö1
Über Orial-History-Archive und die Menschen, die sie schaffen

Ende der 1970er-Jahre begann sich in der Geschichtsforschung eine neue Forschungsmethode zu etablieren: die Oral History. Die Idee dahinter ist es, Zeitzeuginnen und -zeugen frei sprechen zu lassen, sie möglichst nicht zu unterbrechen und so einen unverfälschten Blick auf ihre Lebenswelten und Sichtweisen zu bekommen. An der Uni Graz Graz begann man bereits Mitte der 1980er-Jahre aus den Tonaufzeichnungen und Transkripten solcher Gespräche ein Archiv anzulegen. Mit mehr als 3.000 Zeitzeugeninterviews bildet die Sammlung heute eines der größten Oral-History-Archive im deutschsprachigen Raum und wird von internationalen Forscherinnen und Forschern angefragt. Eine ähnliche Sammlung entsteht auch 300 Meter von der Uni Graz entfernt am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung. Dort haben sich im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte in mehr als drei Jahrzehnten rund 1.000 Interviews auf Ton- und Videobändern angesammelt. Seit vergangenem Jahr werden diese jetzt erstmals systematisch archiviert, transkribiert und beschlagwortet. Für die Wissenschaftler können solche Zeitdokumente zu wertvollen Quellen werden. Die Art der Fragestellung ist dabei eine Kunst für sich.Gestaltung: Jonathan ScheucherRedaktion: Matthias Däuble

in Outlook/iCal importieren

Meine Merkliste

Senderinfos zu Ö1:

Ö1 – Kontakt und Infos