Radiokolleg Kinder brauchen Sport (1)
Mo, 02.11. | 9:05-9:30 | Ö1
Welchen Stellenwert hat sportliche Betätigung für Kinder und Jugendliche in Österreich? Kinder wollen sich bewegen, mehr als den Erwachsenen oft lieb ist. Doch Sport „nur“ um des Sports Willen? Vielleicht für die besonders Talentierten. Die anderen sollen lieber an ihre berufliche Zukunft denken. Kinder laufen durch die Gegend, klettern, wo sie vielleicht nicht klettern sollten, raufen miteinander. Irgendwann entwickelt sich aus dem kleinkindlichen Bewegungsdrang die Fähigkeit, Sport auszuüben; d.h. kontrollierte Bewegungsmuster auszuführen, ein dazugehöriges Regelwerk zu befolgen, Sportgeräte zu nutzen und sich in eine Gruppe einzufügen. Ob Mannschafts- oder Einzelsport, einzelne Sportarten fördern unterschiedliche Fähigkeiten, die aus entwicklungspsychologischer Sicht auch als Lernfeld betrachtet werden können. Auch fördern die unterschiedlichen Bewegungsmuster der vielfältigen Sportarten eine Flexibilität, die für das Erwachsenenalter eine wertvolle Grundlage bilden kann – körperlich und kognitiv. Hinzukommen geschlechter- und kulturelle Stereotype, die man als Familie mitunter unterstützen oder lieber meiden möchte. Kampfsportarten sind gerade bei den Mädchen im Trend – und bieten neben körperlicher Fitness Möglichkeiten zur Selbstwahrnehmung und Selbstermächtigung.Gestaltung: Margit Atzler
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