Blaue Stunde „Wie bleiben wir geerdet, während alles schneller wird?“
Mo, 02.11. | 21:00-21:55 | Ö1
Das Blaue Stunde Magazin erinnert an die Kunstkritikerin und Journalistin Heidi Grundmann, die das Ö1 Kunstradio 1987 gründete und am 27. Oktober verstorben ist.Im Magazin erklärt Sam Auinger in der 25. Folge seiner Reihe „Denken mit den Ohren“ über Ohrensausen auf, auch Tinnitus genannt.Das Kunstprojekt „Ablaze- a tomography of artificial power“ von Sylvia Eckermann und Gerald Nestler gemeinsam mit Aaron Berman beschäftigt sich intensiv und auf besondere Weise mit KI als Material, System und Gegenüber. Ablaze erkundet Schicht für Schicht, wo und wie Kunst intervenieren kann, um Abweichung und Verweigerung als Formen des Widerstands zurückzugewinnen.In der noroom Gallery Produktion „Mapping the Party" von Mariola Brillowska und Philine Velhagen findet eine Schnitzeljagd nach der besten Party während der Eröffnung der Biennale in Venedig statt.Und es wird die Radiouraufführung des STATION ROSE Jingles 2026 präsentiert. In langjähriger Tradition reflektiert das Künstler-Duo STATION ROSE im Jingle unsere mediale Gegenwart.
"Denim de Lux – ist das Digitale noch ein Bruch, oder ist es längst der Stoff, der uns einkleidet?Denim als Material, als Haut, als Signal: bestickt, verstärkt und real. Einzelstück oder Massenware, die meist zeitnah & ohne Umwege am Müll landet.Dieses Jahr hat Denim neben der Votivkirche Gestalt angenommen – in einem Container. Die Kirche selbst: Ringstraßenstil, gelegen hinter dem Ring.Sinnbild für den Wahnsinn des Spätkapitalismus, an einem Ort, der selbst für Umbruch stand.Die seit März 2026 online verfügbare Single "Denim de Lux“ trägt akustisch dazu bei (Exzerpt aus dem Pressetext): „Denim de Lux“ lässt sich als komplexes klangliches Statement interpretieren, das die Dialektik zwischen Hochkultur und Subkultur, zwischen Digitalität und orchesterlicher Tradition thematisiert. Die Kühnheit der Komposition liegt in der Synthese aus John Carpenters Stil kühler Elektronik, und der an James Last erinnernden symphonischen Wärme, während die Ästhetik verzerrter Percussion und gesampelter Stimmen das Stück fest im Kontext postdigitaler Klangforschung verankert. Das Werk eröffnet somit einen fruchtbaren Boden für Diskussionen über die Möglichkeiten stilistischer Transzendenz in der elektronischen Musik.Jetzt bewegen wir uns weiter Richtung Wien Modern – eine Live-Performance, Sound & Signal in Echtzeit.Wie bleiben wir geerdet, während alles schneller wird? Nature Is Cool ist nach wie vor der Weg, barfuß.Denim als Material, im Container. Es geht nicht um bedrohte Lebensformen, sondern um bedrohte Lieferketten.Denim de Lux. Sklaventum, Emanzipation, Umweltverschmutzung. All inclusive.Von der Produktion direkt in den globalen Mülleimer.Nature Is Cool meets Audio-Visual Art meets World Building.Wie bleiben wir geerdet?(Text: Elisa Rose & Gary Danner)
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