zeit.geschichte Die Geschichte des Dritten Lagers
Sa, 19.09. | 22:55-23:55 | ORF III
Dokumentation, 2026
Nach der Katastrophe Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts wurden bei der ersten Nationalratswahl 1945 rund 700.000 ehemalige österreichische NSDAP-Mitglieder und anderweitig Belastete vom Wahlrecht ausgeschlossen. 1949 wurden sie wieder zur Wahl zugelassen, als Sammelbecken dieser Wählergruppe wurde mit dem Verband der Unabhängigen (VdU) eine „vierte" Partei (neben ÖVP, SPÖ und KPÖ) gegründet. Der Begriff „Drittes Lager" wurde von da an für die Gruppe dieser deutschnationalen und nationalliberalen Wähler verwendet. Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 erfolgte ein Jahr später die Gründung der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) als Nachfolgeorganisation des in sich zerstrittenen VdU. Der 1986 zum Parteiobmann gewählte Jörg Haider verwandelte die FPÖ zu einer Partei neuen Typs. Mit populistischen Aktionen, dem Kampf gegen Privilegien und Zuwanderung konnte Haider die FPÖ bei Wahlen zu einer (mit-)bestimmenden Größe machen. Die FPÖ wurde zu einer, wie sie sich selbst nennt, „sozialen Heimatpartei". Den von Haider eingeschlagenen rechtspopulistischen Weg setzten Nachfolger wie Heinz Christian Strache oder Herbert Kickl fort.
Die Dokumentation von Gerhard Jelinek beschreibt die geschichtlichen Wurzeln des Dritten Lagers in Österreich und ob oder wie sie heute noch nachwirken.
Regie: Gerhard Jelinek
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