Rio in Berlin König von Deutschland
So, 23.08. | 16:15-17:00 | Phoenix
Erst Flop, dann König von Kreuzberg
1967 kommt Rio Reiser nach Berlin, ein spießiger Trümmerhaufen ist die Stadt für ihn. Mit seinen Brüdern schreibt er die erste Beatoper der Welt für das Theater des Westens. Sie wird ein Flop.
1968 zieht er nach Kreuzberg. Die Gegend um den Heinrichplatz wird seine Heimat. Noch ist Kreuzberg Neuland. Ein weißer Fleck auf der Stadtkarte, von dem die meisten nicht einmal den Namen kennen. Hier gründen Rio Reiser, R. P. S. Lanrue, Kai Sichtermann und Wolfgang Seidel Ton Steine Scherben.
Im Nachhall von '68 krempelt die Band die deutsche Rockmusik um: Pop als Protestform. Es entstehen Lieder wie Macht kaputt, was euch kaputt macht, Keine Macht für Niemand und der Rauchhaussong. Als sich die Band zunehmend als Jukebox der Linken missbraucht sieht, zieht sie 1975 aufs Land nach Fresenhagen in Schleswig-Holstein.
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