Gewaltfrieden Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles

So, 27.09.  |  23:20-0:50  |  ARD-alpha
Untertitel/VT Stereo  2009
Herbst 1918: Die Lage für Deutschland ist aussichtslos, der erste Weltkrieg für Deutschland verloren. Die Revolution bricht aus und der harte Kampf um die Macht beginnt. Der Friedensvertrag der Siegermächte ist kaum zu erfüllen. Während der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger, nach Compiègne aufbricht, um über einen Waffenstillstand zu verhandeln, revoltieren in Kiel die Matrosen. Sie tragen die Revolution nach Berlin und ins gesamte Reich.

Mai 1919: Deutschland hat den Krieg verloren, seinen Kaiser gestürzt und die Alliierten stehen einmarschbereit am Rhein. Die "Schmachparagraphen" des Friedensvertrages, die dem deutschen Reich u. a. sämtliche Kriegsschuld, zahlreiche Gebietsabtritte und beispiellose Reparationszahlungen aufbürden, spalten die politischen und militärischen Lager. Die Streitfrage: Angebot annehmen oder kämpfend untergehen? Mit der schließlich am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal von Versailles unter den Vertrag gesetzten Unterschrift wird das monatelange Tauziehen beendet. War die Unterzeichnung des Friedensvertrages ein Fehler? Eines zumindest wird im Rückblick deutlich: Der "Gewaltfrieden" von Versailles und dessen Instrumentalisierung trugen bereits den Keim des noch viel grausameren 2. Weltkriegs in sich. Basierend auf Originaldokumenten, in der Tradition von "Hitler vor Gericht" und "Der Staat ist für den Menschen da" erzählt Regisseur Bernd Fischerauer in dem zweiteiligen für BR-alpha produzierten Dokumentarspiel die bewegende Zeit nach dem 1. Weltkrieg zwischen Waffenstillstandsabkommen und Friedensvertrag. Kieler Matrosenaufstand, Ausrufung der Republik, Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg...

Darsteller:
Mathieu Carrière (Ulrich Graf Brockdorff-Rantzau)
Jürgen Tarrach (Friedrich Ebert)
George Meyer-Goll (Philipp Scheidemann)
Alexander Held (Wilhelm Groener)
Hans-Michael Rehberg (Walther Freiherr von Lüttwitz)
Hans Hohlbein (Matthias Erzberger)
Thorsten Münchow (Gustav Noske)
Dominik Bender (Prinz Max von Baden)
Rainer Basedow (Paul von Hindenburg)
Christian Hoening (Erich Ludendorff)
Mark-Alexander Solf (Johannes R. Becher)
Volker Ranisch (Paul Cassirer)
Marion Mitterhammer (Tilla Durieux)
Markus Boniberger (George Grosz)
Jochen Drechsler (John Heartfield)
Benedikt Figel (Wieland Herzfelde)
Uwe Poppe (Karl Liebknecht)
Adriana Alteras (Rosa Luxemburg)
André Röhner (Waldemar Pabst)
Talin Lopez (Heinz von Pflugk-Harttung)
Norbert Hülm (Johann Giesberts)
Stephan Boden (Otto Landsberg)
Serge Avedikian (Ferdinand Foch)
Roland Renner (Harry Graf von Kessler)
Bernd Heine (Wolfgang Kapp)
Klaus Rätsch (Walther Reinhardt)
Bruno Apitz (Gustav Bauer)
Veit Stiller (Hermann Müller)
Gotthard Langen (Emil Barth)
Torsten Münchow (Gustav Noske)
Benjamin Kramme (Benno Wöllke)
Regie: Bernd Fischerauer
Drehbuch: Klaus Gietinger, Bernd Fischerauer
Kamera: Markus Fraunholz
Musikalische Leitung: Hannes M. Schalle

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