Spielräume Neue Jazz-Stimmen aus den USA
Do, 05.11. | 17:30-17:55 | Ö1
„Diavola“ heißt das bei Blue Note Records veröffentlichte Album, mit dem sich die in New Orleans lebende kalifornische Sängerin Gabrielle Cavassa 2026 der internationalen Jazzwelt vorgestellt hat. Die 32-Jährige mit der schlanken, klaren, nuancenreichen Stimme, die 2021 den Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competition in Newark, New Jersey, gewonnen hat und in der Folge u. a. von Saxofonist Joshua Redman gefördert wurde (der auch in zwei Stücken zu hören ist), wagt sich hier an ein breites Repertoire zwischen Pop-Songs, Brasiliana und Eigenkompositionen, die das Thema weiblicher Selbstbestimmtheit umkreisen. Begleitet wird Gabrielle Cavassa dabei von hochkarätigen Könnern wie Bassist Larry Grenadier und Drummer Brian Blade.Die Stimme der 27-jährigen, in Washington D.C. geborenen Sängerin Ekep Nkwelle (die Eltern stammen aus Kamerun) kennt man bisher durch Gastauftritte, etwa im Rahmen von Vibrafonist Joel Ross’ Blue-Note-Album „Gospel Music“. Nun ist bei Mack Avenue Records ihr Debütalbum „Caged Bird“ erschienen, das nicht nur im Titel von Maya Angelous Gedicht „I Know Why the Caged Bird Sings“ inspiriert wurde, und das in seinen Texten existenzielle Herausforderungen, Resilienz und das Streben nach einer besseren Zukunft behandelt. Die Song-Auswahl ist ebenfalls eine vielfältige: Neben einer jazzigen Interpretation des Gospel-Klassikers „His Eye Is On The Sparrow“ finden sich Reverenzen an Blues-Ikone Ma Rainey („See See Rider“) und Billie Holiday („Good Morning, Heartache“) wie auch eine Version von „The Creator Has a Master Plan“ von Pharoah Sanders und Leon Thomas.Mit beiden Sängerinnen wird in Zukunft zu rechnen sein!
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