22. Juli. Die Schüsse von München
Im Dezember 2017 werden bei einem "School Shooting" in den USA zwei Jugendliche getötet. Es gibt eine Verbindung zum Anschlag in München vom 22. Juli 2016.
Nicht nur Hass auf Menschen spielt eine große Rolle: Täter orientieren sich an vorherigen Amokläufen und Terrorattentaten, glorifizieren sie und werden zu Nachahmern. Sie vernetzen sich online, sind in rechten Chatgruppen aktiv. Ein neuer rechter Tätertyp?
Der letzte Teil der vierteiligen Dokumentation prüft mögliche Verbindungen zu rechtsextremistischen Netzwerken. Der Täter von München radikalisierte sich im Kinderzimmer, hatte kaum Freunde. Merkmale, die auch auf andere Täter zutreffen. Extremismusforscher sehen in ihm einen "einsamen Wolf" – sozial isoliert, aber virtuell gut vernetzt. Die Ermittlungsbehörden gehen der Frage nach: Gab es Mittäter oder Mitwisser? Und wer verkaufte ihm die Waffe? Zollfahnder und Ermittler schildern, wie sie dem Waffenhändler auf die Spur kamen.
Als die Polizei Tipps zum Umfeld des Täters erhält, findet sie Hinweise zu Verbündeten und weitere Anschlagspläne. Der Investigativjournalist Christian Bergmann macht ein ganzes Terrornetzwerk mit mehr als 200 Mitgliedern ausfindig.
Wurden womöglich andere Fälle zu spät erkannt? Während ein mögliches Attentat in Deutschland verhindert werden konnte, ereignete sich eines an einer US-amerikanischen Highschool in New Mexico. Eine entscheidende neue Facette für die Einstufung der Tat von München. Sie gilt jahrelang als Amoklauf. Erst drei Jahre nach dem Anschlag stuft das Bayerische Landeskriminalamt es abschließend als politisch motivierte, rechtsextreme Tat ein.
Die vierteilige Dokumentation "22. Juli – Die Schüsse von München" rekonstruiert das Attentat im Münchner Olympia-Einkaufszentrum vom 22. Juli 2016.
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