Formen moderner Erschöpfung Dokumentarischer Spielfilm
Nina und Henri, zwei erschöpfte und einsame Menschen, treffen sich im letzten Sanatorium seiner Art im verwunschenen Harz. In ihrem Kampf gegen den Burnout kommen sie sich näher.
Der dokumentarische Spielfilm erzählt die Geschichte dieser zwei ausgebrannten Menschen, die zwischen Liegekur und Therapiegesprächen wieder zu sich selbst finden wollen. Sie begegnen sich im Ringen um ihre Existenz, um neue Hoffnung und einen neuen Anfang.
Ihre Geschichte stößt auf die Realität im traditionsreichen Sanatorium Barner, das an den "Zauberberg" von Thomas Mann erinnert. Seit der Gründung im Jahr 1900 hat sich in dem Jugendstilhaus kaum etwas verändert. Zahleiche Prominente wie der Maler Paul Klee und der Pressezar Alfred Hugenberg waren dort zu Gast. Die heutigen Heilmethoden sind zum Teil noch die alten aus der Zeit der Neurasthenie von vor 125 Jahren, als die Menschen von der aufkommenden Elektrisierung und den neuen Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs gestresst schienen.
Heute kämpfen wir mit den Folgen der Digitalisierung, einer allzeitlichen Online-Verfügbarkeit, und es werden so viele Menschen wegen psychischer Erkrankungen behandelt wie noch nie. Durch Briefe historischer Patienten, Tagebuchaufzeichnungen und Fundstücke aus dem Archiv des Hauses entwickelt sich eine Zeitreise in die Vergangenheit und ein Panoptikum der Gäste und ihrer Symptome. Das Sanatorium wird Schauplatz für eine Archäologie der Erschöpfung in der Moderne.
Sascha Hilpert hatte als Ko-Regisseur des Dokumentarfilms "Sportsfreund Lötzsch" großen Erfolg bei Festivals und Kritik und als freier Autor über 100 Beiträge für TV-Kulturmagazine gestaltet. Mit "Formen moderner Erschöpfung" gibt er sein alleiniges Filmdebüt.
Darsteller:
Birgit Unterweger (Nina Dahlhoff)
Rafael Stachowiak (Henri Kahn)
Wolf List (Robert Wilms)
Sarah Bernhardt (Historikerin)
Kamera: Dirk Lütter
Schnitt: Janina Herhoffer
Buch:
Sascha Hilpert
Martin Rosefeldt
Regie: Sascha Hilpert
Musik: Antimo Sorgente
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