Die Toten im Moor

So, 01.11.  |  16:30-17:15  |  ZDFinfo
Untertitel/VT  Kanada 2025 Länge: 45 Min.

Juni 1904 - Hilbrand Gringhuis geht im Weerdinger Moor seiner Arbeit als Torfstecher nach, als er zwei dicht nebeneinanderliegende Leichen entdeckt. Opfer eines Doppelmordes?

Der herbeigerufene Dorfpolizist stellt fest: Die Toten sind ihrem Zustand nach vor langer Zeit gestorben. Ihre Haut ist ledrig und die Knochen fast ganz aufgelöst. Die Neuigkeit vom Fund macht im niederländischen Weerdinge schnell die Runde.

Da die kleinere Mumie auf dem rechten Arm der größeren Mumie liegt, hält man die beiden lange für ein Ehepaar und nennt sie fortan Herr und Frau Veenstra. Die mumifizierten Toten werden schließlich dem Drents Museum in Assen übergeben, wo sie sich noch heute befinden. Dort versucht man seit mehr als 120 Jahren, den Geheimnissen des etwa 2000 Jahre alten Mumienpaares auf die Spur zu kommen.

Wer waren die beiden, und warum wurden sie im Moor versenkt? Ein großer Schnitt in der Brust der größeren Mumie deutet darauf hin, dass sie einen gewaltsamen Tod fand. Auf die kleinere Mumie trifft das vermutlich auch zu. Aber was war der Grund dafür? War es kaltblütiger Mord? Wurden die beiden für ein Verbrechen bestraft? Für eine verbotene Liebe? Oder wurden sie im Rahmen eines Rituals geopfert?

Zwischen Mythos und Wissenschaft: Moorleichen erzählen von Gewalt, Ritualen und falschen Legenden. Moderne Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf Geschlecht, Alter, Datierung und Verletzungen.



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