Salzburger Festspiele 2026 Schubert und Kurtág mit dem Gringolts Quartett
Do, 27.08. | 19:30-21:00 | Ö1
Franz Schubert und György Kurtág trennen 129 Jahre – und doch verbindet sie manches: Beide gerieten in jungen Jahren in schwere persönliche und künstlerische Krisen und fanden daraus zu einer sehr persönlichen Musiksprache. Im jüngsten Konzert des Gringolts Quartett bei den Salzburger Festspielen begegnen sich Schuberts letztes Streichquartett, das G-Dur-Quartett D 887, und drei Werke Kurtágs für Streichquartett. Dessen „Officium breve“ verbindet die Erinnerung an den ungarischen Komponisten Endre Szervánszky mit der Musik Anton Weberns; die „Hommage à Jacob Obrecht“ führt zurück zur Mehrstimmigkeit der Renaissance. In den „12 Mikroludien“ verdichtet Kurtág schließlich kleinste musikalische Gesten zu zwölf expressiven Miniaturen.Besonders reizvoll ist die Dramaturgie des Konzerts: Die Werke werden ohne Unterbrechung unmittelbar ineinander übergeführt – Schubert folgt auf Kurtág, Kurtág auf Schubert. So entsteht ein spannender Dialog zwischen Schuberts expressiver, kontrastreicher Klangsprache und Kurtágs hochkonzentrierter Musik der kleinen Formen.
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