Berlin Alexanderplatz Spielfilm Deutschland 2020

Do, 17.09.  |  0:50-3:31  |  ARTE
Untertitel/VT Hörfilm/AD Zweikanalton  Film, 2020

Neuverfilmung von Alfred Döblins Romanklassiker als Gegenwartsstoff, in dem der aus Afrika geflüchtete Francis sich in Berlin ein neues Leben aufbauen will, letztendlich aber an sich und der Großstadt zerbricht.

Als Francis, einziger überlebender Flüchtling einer Überfahrt aus Afrika, an einem Strand in Südeuropa erwacht, schwört er einen Eid auf den lieben Gott: Von nun an will er ein neuer, besserer und anständiger Mensch sein. Bald darauf findet sich Francis in Berlin wieder, wo ihm klar wird, wie schwer es ist, rechtschaffen zu sein, wenn man als illegaler Flüchtling in Deutschland ist – ohne Papiere und ohne Arbeitserlaubnis. Umso verlockender ist das Angebot des charismatischen Deutschen Reinhold, leichtes Geld mit Drogendealen zu verdienen. Zunächst widersteht Francis der Versuchung und kämpft sich als Schwarzarbeiter auf einer Baustelle am Berliner Alexanderplatz durch. Doch als es dort zu einem blutigen Streit kommt, flieht Francis und findet schließlich bei Reinhold ein neues Zuhause. Die beiden Männer entwickeln eine enge, aber auch zerstörerische Freundschaft. Francis wird Teil von Reinholds Geschäften – und gerät so immer mehr auf die schiefe Bahn.

Nachdem Francis seinen linken Arm verliert, gibt er schließlich auf. Da begegnet ihm jedoch die junge Prostituierte Mieze, die ihm nach einem Selbstmordversuch das Leben rettet und ihn bei sich aufnimmt. Die beiden verlieben sich ineinander und als Mieze schwanger wird, beschließt Francis, endgültig anständig zu werden. Doch abermals kann er dem Charme Reinholds nicht widerstehen, der Francis' Glück nicht ertragen kann. Reinhold tötet Mieze und treibt Francis damit fast in den Wahnsinn. Erst jetzt, am Rande der völligen Verzweiflung, erkennt Francis, was er alles falsch gemacht hat.

Über Berlin Alexanderplatz

Der 1929 veröffentlichte Roman "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin gilt als eines der Hauptwerke der deutschen Moderne und zählt zu den wichtigsten Arbeiten, die zu Zeiten der Weimarer Republik entstanden sind. Burhan Qurbani hat in diesem deutschen Klassiker eine Parallele zu gesellschaftlichen Strukturen unserer Zeit entdeckt. Indem er und sein Co-Autor aus der Hauptfigur Franz Biberkopf den von der Gesellschaft nicht akzeptierten Flüchtling Francis gemacht haben, thematisieren sie die Flüchtlingskrise der heutigen Zeit und geben dem Film eine neue Tragweite. Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2020 und wurde fünffach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, darunter die Lola in Silber für den besten Spielfilm.

Berlin Alexanderplatz: Wird Mieze (Jella Haase) ihren Francis (Welket Bungué) retten können? Bild: Sender / ZDF und Stephanie Kulbach.
Berlin Alexanderplatz: Wird Mieze (Jella Haase) ihren Francis (Welket Bungué) retten können? Bild: Sender / ZDF und Stephanie Kulbach.
Die Neuverfilmung von Alfred Döblins literarischem Klassiker erzählt die Geschichte des jungen Geflüchteten Francis, der nach Berlin kommt, um dort ein neues Leben in Würde zu beginnen. Doch die Lebensumstände als Staatenloser machen es ihm nicht leicht. Als er dem zwielichtigen Reinhold begegnet, gerät er auf die schiefe Bahn. Er lernt die Prostituierte Mieze kennen und verliebt sich in sie. Die Begegnung soll zu einem zweiten Neuanfang werden.
Dreimal scheitert Francis und dreimal rappelt er sich wieder auf. Immer wieder fängt er von vorne an, bis er endgültig an der Stadt zerbricht und als neuer Mensch wiedergeboren wird.

Als Francis als einzig überlebender Flüchtling einer Überfahrt aus Afrika an einem Strand in Südeuropa ankommt, schwört er einen Eid auf Gott: Von nun an will er ein neuer, besserer und anständiger Mensch sein, das Gefühl der Schuld hinter sich lassen.

Bald darauf findet sich Francis in Berlin wieder, wo ihm klar wird, wie schwer es ist, rechtschaffen zu sein, wenn man als „illegaler“ Flüchtling in Deutschland ist - ohne Papiere und ohne Arbeitserlaubnis. Umso verlockender ist das Angebot des charismatischen Deutschen Reinhold, leichtes Geld mit Drogendealen zu verdienen. Zunächst widersteht Francis der Versuchung und schlägt sich als Schwarzarbeiter auf einer Baustelle am Berliner Alexanderplatz durch. Doch als es dort zu einem blutigen Streit kommt, flieht Francis und findet schließlich bei Reinhold ein neues Zuhause. Die beiden Männer entwickeln eine enge, aber auch zerstörerische Freundschaft. Francis wird Teil der Geschäfte des psychopathischen Reinhold - und gerät so immer mehr auf die schiefe Bahn.

Nachdem Francis seinen linken Arm verloren hat, gibt er schließlich auf. Da begegnet ihm jedoch Mieze, eine junge Prostituierte, die ihm nach einem Selbstmordversuch das Leben rettet und ihn bei sich aufnimmt. Die beiden verlieben sich ineinander und als Mieze schwanger wird, beschließt Francis, endlich anständig zu werden. Doch abermals kann er dem Charme Reinholds nicht widerstehen, der Francis' Glück nicht ertragen kann. Aber auch Mieze und Francis' neue Familie sind vor Reinholds Wahnsinn nicht sicher und werden davon verschlungen. Erst jetzt, am Rande der völligen Verzweiflung, erkennt Francis, was er alles falsch gemacht hat.

Am Ende ist Francis ein gebrochener Mann, ein anderer, ein neuer Francis. Er erlebt in der Großstadt endlich den Beginn seines neuen Lebens.

Darsteller:
Welket Bungué (Francis/Franz)
Albrecht Schuch (Reinhold)
Jella Haase (Mieze)
Joachim Król (Pums)
Annabelle Mandeng (Eva)
Nils Verkooijen (Berta)
Regie: Burhan Qurbani
Drehbuch:
Martin Behnke
Burhan Qurbani
Kamera: Yoshi Heimrath
Musikalische Leitung: Dascha Dauenhauer

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Sendetermine
Berlin Alexanderplatz

Do, 17.09. um 00:50

Mediathek für ARTE:

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