WeltWeit Verbannen, verbieten verzweifeln. Was tun gegen die Social Media-Falle?
Sa, 26.09. | 0:05-0:35 | ORF 2
Dokumentation
Eine Kindheit ohne Smartphone? In Irlands Kleinstadt Greystones ist das mittlerweile Realität. Jörg Winter hat die Vorzeige-Stadt an der Irischen See besucht und portraitiert Familien, deren Kinder keine Schlafprobleme mehr haben und wo Bullying in der Schule der Vergangenheit angehört. Bis zum 13. Lebensjahr haben die meisten gar kein Handy, danach nur solche, auf denen die Apps der üblichen Plattformen fehlen. Angespornt von so viel Selbstdisziplin, macht Winter den Selbstversuch mit Smartphone-Entzug während der Dreharbeiten.
Auch in China läuft ohne Handy kaum noch etwas. Ein Feriencamp am Gelben Fluss bietet daher "digital detox" für Jugendliche. Statt Endlos-Scrollen am Smartphone gibt es echte Herausforderungen: 120 Kilometer paddeln in fünf Tagen, schlafen im Zelt und Natur pur. Alexandra Siebenhofer begleitet die Jugendlichen durch Wind, Wellen, Erschöpfung und Gruppendynamik und erlebt, wie die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihrem Abenteuer langsam über sich hinauswachsen. Ein Blick auf ein modernes China zwischen digitalem Alltag und der Sehnsucht vieler Eltern, ihren Kindern wieder mehr Selbstvertrauen und Eigenständigkeit zu vermitteln.
In New York trifft Patrick A. Hafner auf junge Menschen, die für sich entschieden haben, ohne Smartphone zu leben. Obwohl aus der "Gen Z" verweigern sie sich allen Social Media Plattformen und besitzen nur ein altes Klapphandy. Der digitale Detox diene der emotionalen und geistigen Selbstreinigung, sagen sie, denn Smartphone-Nutzer sollen im Schnitt alle 13 Minuten nachschauen, ob es irgendwelche Neuigkeiten gibt. Joe Hollier, der Erfinder eines "dummen Telefons" sagt: "Das Schöne ist, wenn wir die ‚Angst etwas zu verpassen' und die Langeweile aushalten können, werden wir wieder präsenter und vermissen all die Dinge nicht."
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