Kurzschluss Wild und blutig

Do, 08.10.  |  1:30-2:25  |  ARTE
Zweikanalton  Film, 2026
(1) Orla, Kurzfilm (2) Zoom - Orla (3) Time to Go, Kurzfilm (4) Zoom - Time to Go

(1) Orla
Kurzfilm von Marie Lukáčová, Tschechien/Slowakei 2026, 21 Min       
Es war einmal in einem streng regierten Königreich, das an eine verzauberte Wildnis grenzte, ein scharfsinniges Mädchen namens Jasna. Ausgestattet mit der Kraft des kritischen Denkens und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn gerät sie in Konflikt mit dem Herrscher, was sie zu einem beschwerlichen Weg ohne Wiederkehr verdammt. Indem sie Ängste überwindet, sich auf die Natur einlässt und eine freundschaftliche Verbindung aufbaut, findet sie den Schlüssel, um das System zu verändern und das gesamte Königreich zu befreien.
In diesem amüsanten ökofeministischen Rap-Märchen, das auf 16-mm-Film gedrehte Realaufnahmen mit 2D- und 3D-Animationen verbindet, greift Marie Lukáčová zeitgenössische ökologische und feministische Perspektiven auf und betont dabei zwischenmenschliche Akzeptanz und Verständnis. Tschechischer Volkssurrealismus vom Feinsten!
(2) Zoom - Orla
Die international erfolgreiche Regisseurin und bildende Künstlerin Marie Lukáčová verarbeitet in ihren Filmen Symbole aus Politik, Mythologie und Wissenschaft, bewegt sich dabei zwischen verschiedenen Erzählsträngen und setzt sich mit Fragen einer ungewissen Zukunft auseinander. Im Interview spricht sie über ihren Film Orla und ihren Wunsch jungen Menschen Visionen und Hoffnung zu geben.
(3) Time to Go
Kurzfilm von Renzo Cozza, Argentinien 2026, 20 Min
Patricio arbeitet für seine Schwestern und fühlt sich in einem Leben gefangen, das nicht mehr zu ihm passt. Entschlossen, aus der ihm zugeschriebenen Rolle auszubrechen, und voller Sehnsucht nach Veränderung lässt er sich durch die Nacht treiben. Ein Date mit einem geheimnisvollen Mann scheint ihm die Tür zu etwas Neuem zu öffnen. Doch je länger der Abend, desto unheimlicher die Anziehung - aus Nähe wird Gefahr. Ihren eigenen Regeln folgend steuert die Begegnung auf ein unerwartetes Ende zu.
Eine nächtliche Geschichte, die Vampire, Begierde und Dating-Apps miteinander verknüpft, um Themen wie Erbe, familiäre Loyalitäten und Unbehagen anzusprechen.
(4) Zoom - Time to Go
Der argentinische Regisseur und Schauspieler Renzo Cozza spricht über seine Arbeit an seinem Film "Time to Go", warum er das Bild der Vampire genutzt hat, welche Rolle schwule sexuelle Begegnungen spielen und warum im Grunde die (kultur-)politische Situation in Argentinien der Auslöser war, diesen Genrefilm zu drehen.

Produktion:
Maike Mia Höhne
Lilli Thalgott

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