FILMKLASSIKER nach dem Abenteuerroman von Alexandre Dumas. Mit Jean Marais in der Titelrolle.
Edmond Dantès (Jean Marais) gelingt endlich die Flucht. Der gefundene Schatz auf der Insel Monte Christo verhilft ihm zu seiner neuen Identität. Bild: Sender
Der Seemann Edmond Dantès kehrt 1814 von einer langen Reise heim nach Marseille, um endlich seine Geliebte Mercédès zu heiraten. Unterwegs macht er auf der Insel Elba halt, um im Namen seines verstorbenen Vorgesetzten einen Brief abzugeben. Dort trifft er auf Napoléon, für den er ebenfalls einen Brief mitnehmen soll. Dies wird ihm zum Verhängnis.
Der eifersüchtige Fernand, Mercédès’ Cousin, will Mercédès selbst zur Frau haben. Er heckt eine Intrige aus: Dantès wird bei seiner Verlobungsfeier verhaftet. Man wirft ihm vor, ein Komplize Napoléons zu sein. Ohne Prozess lässt ihn Staatsanwalt Villefort unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in das berüchtigte Gefängnis Château d'If einsperren und für tot erklären. Im Gefängnis lernt Dantès Abbé Faria kennen, einen Freiheitskämpfer, der ihn zu seinem Erben ernennt und ihm das Versteck seines unermesslichen Schatzes auf der Insel Monte Christo verrät. 20 Jahre später ergibt sich endlich die Chance zur Flucht: Als der alte Faria stirbt, gibt sich Dantès wie mit ihm vereinbart als der Tote aus und wird im Leichensack aus dem Gefängnis befördert. Sofort macht er sich auf die Suche nach seinem Schatz und seinen einstigen Verbündeten …
Mit "Der Graf von Monte Christo" (1954) schuf Regisseur Robert Vernay die Neuauflage seines eigenen Schwarz-Weiß-Films von 1943. Wenngleich Vernay akribisch genau an der Buchvorlage blieb, musste in beiden Versionen der immense Umfang des gleichnamigen Romans reduziert werden. Der Film erschien als Zweiteiler, wurde später aber von der Verleihfirma auch in einer gekürzten einteiligen Fassung angeboten.
Darsteller:
Jean Marais (Edmond Dantès)
Lia Amanda (Mercédès Herrera)
Roger Pigaut (Fernand Mondego/Graf de Morcerf)
Noël Roquevert (Colonel Noirtier de Villefort)
Jacques Castelot (Gérard de Villefort)
Gualtiero Tumiati (Abbé Faria)
Julien Bertheau (Napoléon)
Regie: Robert Vernay
Drehbuch:
Georges Neveux
Robert Vernay
Kamera: Robert Juillard
Musikalische Leitung: Jean Wiener
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