Die Staatsoper - Weltbühne für Österreich Film von Alexandra Venier

So, 05.07.  |  12:05-13:00  |  3sat
Untertitel/VT  Länge: 55 Min.

So richtig frei war Österreich 1955 erst, als am 5. November 1955 die Oper wieder ihren Spielbetrieb im Haus am Ring aufnahm.

Doch warum konnte ausgerechnet die Staatsoper für die Bildung der österreichischen Identität - über verschiedene politische Systeme hinweg - so prägend werden?

Im Moment ihrer Eröffnung 1869 schien niemand mit dem neuen Gebäude glücklich, hatte Österreich doch seine politische Stellung eingebüßt. Dennoch wusste sich Österreich über den Betrieb dieser neuen Oper als Kulturgroßmacht zu positionieren. Über alle Zeitbrüche hinweg, 1918 und auch 1945, diente die Oper als Rückgriff, die Idee von Österreich wiederzufinden - und ebenso, von eigenen Mitverantwortungen abzulenken.

Erich Boltensterns Innenraum der Oper wurde zum Ausdruck eines ewig gültigen Österreich-Verständnisses, hätte aber auch anders aussehen können, wie die Dokumentation verdeutlicht. Sie wirft einen Blick ins Getriebe der Staatsoper, in der sich heute internationale Stars die Klinke in die Hand geben - und selbst oft verwundert sind, dass sich ein ganzes Land mit dieser Institution identifiziert.



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