Geraubte Kinder
Sie wurden ihren Familien entrissen, bekamen neue Namen und Biografien. "Terra X History" erzählt von Kindern, deren Identität im Namen einer Ideologie ausgelöscht wurde.
Spät erkennt die Argentinierin Victoria Montenegro, dass ihre Kindheit auf einer Lüge beruht: Der Mann, den sie als Vater liebt, ist für den Tod ihrer leiblichen Eltern verantwortlich. Sie selbst wurde geraubt - wie etwa 500 Kinder unter der Militärdiktatur.
Katrin Behr wiederum erschloss sich erst im Erwachsenenalter, dass ihre Mutter sie als Fünfjährige nicht im Stich gelassen hatte. Tatsächlich war die junge DDR-Bürgerin als "Staatsfeindin" wegen angeblich "asozialem Verhaltens" in Haft. Sie musst es hinnehmen, dass ihre beiden Kinder in fremde Obhut gegeben wurden, während die Mutter als "Staatsfeindin" im Gefängnis saß.
Die Enthüllung ihrer wahren Identitäten stürzt die Betroffenen in einen lebenslangen Konflikt zwischen zwei Welten und vor die Frage: Wer bin ich wirklich? Die Dokumentation "Terra X History: Geraubte Kinder" beschreibt auf bewegende Weise die Spurensuche nach Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit.
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