Europas neue Kokain-Front – Wie Drogenbanden Spaniens Küstenorte unterwandern Film von Nicole Ris und Jan-Philipp Scholz
Seit Jahren steigt der Kokainkonsum in Europa und beschert kriminellen Banden einträgliche Geschäfte. Nun wird Spaniens Süden zu einem immer wichtigeren Umschlagsort für die Schmuggler.
Für die Menschen in den beschaulichen Küstenorten hat das zum Teil dramatische Folgen. Die Dokumentation dringt tief in Andalusiens Schmuggler-Business ein.
Viele Touristen schätzen Andalusien für traumhafte Strände, idyllische Dörfer und gemütliche Tapas-Bars. Aber Europas äußerster Süden hat auch ein anderes Gesicht: Dort breiten sich kriminelle Banden aus, die ganz Europa mit Kokain versorgen. "Wir haben hier eine regelrechte Drogenökonomie", sagt die Sozialarbeiterin Alma Jugado.
Andalusien ist eine der ärmsten Regionen Spaniens. Drogenschmuggler verdienen dort in einer Nacht mehr als andere in einem Monat. Sogenannte Tiktok-Narcos – Influencer, die das Schmugglerleben als große Party inszenieren – tragen zur Popularität des illegalen Geschäfts bei. Strafverfolger müssen immer gefährlichere Einsätze durchführen und werden gleichzeitig zunehmend machtlos.
Die Dokumentation begleitet Zollbeamte, Sozialarbeiterinnen – und einen Investigativjournalisten, der sich mit einem der Hintermänner der Drogenbanden treffen will. Dabei wird deutlich, dass die wachsende Kriminalität in Südspanien weit mehr als ein lokales Problem ist.
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