Abschied von Neues aus Büttenwarder im TV

NDR nimmt Abschied von Serie „Neues aus Büttenwarder“: Für die Fans von ‚Neues aus Büttenwarder‘ gibt es noch eine gute Nachricht: Im Dezemberkommen die letzten vier bislang ungesendeten Folgen der Serie im NDR Fernsehen und in der ARD Mediathek.“

Nach insgesamt 2500 Sendeminuten, 4000 Drehbuchseiten und 98 Folgen in 24 Jahren beendet der NDR seine Serie „Neues aus Büttenwarder“. Anlass ist die Entscheidung von Hauptdarsteller Peter Heinrich Brix, keine weiteren Folgen zu drehen. Brix stand in allen Folgen als Bauer Arthur „Adsche“ Tönnsen vor der Kamera, bis Folge 92 gemeinsam mit Jan Fedder als Bauer Kurt Brakelmann. Die letzten vier neuen Folgen von „Neues aus Büttenwarder“ wird das NDR Fernsehen im kommenden Weihnachtsprogramm zeigen. Sie sind im Juni und Juli dieses Jahres in Granderheide und Grönwohld (Kreis Stormarn) entstanden.

Peter Heinrich Brix: „Es war für mich keine leichte Entscheidung. Aber auch schwere Entscheidungen müssen getroffen werden. Ottfried Fischer hat in einem ähnlichen Zusammenhang einmal gesagt: Nicht traurig sein, dass es vorbei ist, sondern dankbar sein, dass es gewesen ist. Es war doch eine wunderbar herrliche Zeit in ‚Büttenwarder‘!“

Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: „‘Neues aus Büttenwarder‘ ist viel mehr als nur eine Serie. In zweieinhalb Jahrzehnten wurde sie zum Kult: durch äußerst liebenswerte Charaktere, die das norddeutsche Wesen trocken und oft überspitzt auf den Punkt bringen. Die Verdienste von Peter Heinrich Brix daran kann ich gar nicht genug würdigen. Dass er ‚Büttenwarder‘ verlässt, ist ein herber Verlust – ohne Adsche als durchgehende Hauptfigur möchten wir die Serie nicht weiterführen. Ich danke ihm aus vollem Herzen für sein wunderbares Schauspiel, die langjährige Treue und für alles, was er in die Serie eingebracht hat. Zugleich gilt mein Dank dem gesamten Team, das all die Jahre die Serie liebevoll begleitet und weiterentwickelt hat, unter ihnen Drehbuchautor Norbert Eberlein und Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus.“

Legendär ist ‚Büttenwarder‘ nicht zuletzt auch deswegen, weil die Serie aktuelle Themen des Weltgeschehens mit norddeutschem Humor erzählt hat: Korruption, Betrug, Schmuggel, Bankenskandale und in den neuen vier Folgen der Wahlkampf – alles bekommt in ‚Büttenwarder‘ eine spezielle Bedeutung. Der Tod von Jan Fedder im Jahr 2019 war sicher einschneidend. In der Episode 92 ‚Der Tod ist ein sturer Arsch‘ nimmt ‚Büttenwarder‘ auf seine eigene Weise Abschied vom Freund und Weggefährten.

Abgedreht: Vier neue Folgen „Neues aus Büttenwarder“ mit Peter Heinrich Brix – zu seHen im Weihnachtsprogramm 2021!

Für die NDR Kultserie „Neues aus Büttenwarder“ sind vier neue Folgen erfolgreich abgedreht worden. Zum ersten Mal wird über mehrere Episoden eine fortlaufende Geschichte erzählt: Bauer Adsche Tönnsen (Peter Heinrich Brix) soll von Brakelmanns Hof vertrieben werden, weil Bürgermeister Griem (Jürgen Uter) ganz andere Pläne mit dem Hof hat. Nach und nach begreift Adsche, dass sein Zuhause einem Truppenübungsplatz weichen soll. Adsche ist verzweifelt und sucht Hilfe bei den Mitgliedern seiner Familie. Doch Schwester Ylvie (Suzanne von Borsody) hat eigene Sorgen und Jürgen Seute (Dirk Martens) baut gerade ein neues Business auf. Fatalerweise ist Onkel Krischan (Hans Kahlert) bei einer Nacht und Nebelaktion verschwunden und schickt nur kryptische Nachrichten. Wer kann also Günther Griems eigennützige Pläne stoppen? Wie gut, dass parallel Bürgermeisterwahl ansteht und der amtierende Bürgermeister jetzt jede Stimme braucht. Wirt Shorty (Axel Olsson) und Stallknecht Kuno (Sven Walser) sind hin- und hergerissen, wen es zu unterstützen gilt.

Die Folgen 95 bis 98 wurden bis zum 13. Juli in Granderheide und Grönwohld gedreht. Die Bücher schrieb „Büttenwarder“-Hausautor Norbert Eberlein. Regie bei der Serie führte zum ersten Mal Stephanie Stoecker („Notruf Hafenkante“). Hinter der Kamera stand erneut Maximilian Lips, Produzent war wieder Valentin Holch (Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft). Die Redaktion hat Diana Schulte-Kellinghaus. Das NDR Fernsehen zeigt die neuen Episoden „Versuchung“, „Ideenkralle“, „Feuer frei“ und „Kaolition“ voraussichtlich im kommenden Weihnachtsprogramm.

„Neues aus Büttenwarder“: Seit April 2020 alle Folgen der Kultserie in der ARD Mediathek!

„Neues aus Büttenwarder“: Seit April 2020 alle Folgen der Kultserie in der ARD Mediathek! Das hat echten Nennwert: Ab sofort hält die ARD Mediathek zur gepflegten Unterhaltung in schweren Zeiten alle 91 Folgen der Kultserie „Neues aus Büttenwarder“ bereit – auf hoch- und plattdeutsch sowie in der Hörfassung und mit Untertitel.

Neues auf Büttenwarter im NDR

Alle Folgen Neues aus Büttenwarder in der NDR-Mediathek sehen, mit AD und UT

Im Mittelpunkt der Geschichten um das fiktive Dorf in Schleswig-Holstein stehen die Bauern Kurt Brakelmann (Jan Fedder) und Arthur „Adsche“ Tönnsen (Peter Heinrich Brix) sowie u. a. die Bürgermeister Günther Griem (Jürgen Uter) bzw. Dr. Waldemar Schönbiehl (Günter Kütemeyer), Wirt Shorty (Axel Olsson), Stallknecht Kuno (Sven Walser) und Onkel Krischan (Hans Kahlert). Eine Weltpremiere ist in der ARD Mediathek inklusive: die 89. Episode „Der Hamburger“. Sie lief am Anfang des Jahres nicht im NDR Fernsehen – anlässlich des Todes von Jan Fedder sendete das Programm im Januar von „Neues aus Büttenwarder“ nur Folgen, in denen der Schauspieler auch zu sehen ist.

Über „Neues aus Büttenwarder“

Die erste „Neues aus Büttenwarder“-Episode „Ufos“ lief am 26. Dezember 1997 im NDR Fernsehen. Regisseur der meisten Folgen ist Guido Pieters, bis auf die letzten drei schrieb Norbert Eberlein alle Bücher. Die letzte Folge, in der Jan Fedder als Kurt Brakelmann zu sehen ist, ist „Gerlinde“ – Episode 87. Im Moment überlegt die Redaktion, wie es mit der Serie weitergehen kann.

Neues aus Büttenwarder: Brakelmann (Peter Heinrich Brix) und Adsche (Jan Fedder) mit Ortsschild und Trecker. (Juni 2007). Bild: Sender / NDR / Sandra Höver,
Neues aus Büttenwarder: Brakelmann (Peter Heinrich Brix) und Adsche (Jan Fedder) mit Ortsschild und Trecker. (Juni 2007). Bild: Sender / NDR / Sandra Höver,